Zurzeit
gibt es in Deutschland nur zwei Unicode-fähige Webmail-Dienste: GMX und Google
Mail.
Die übrigen Anbieter (Yahoo!, Hotmail, WEB.DE etc.) verwenden dagegen
weiterhin
die veraltete ISO-8859-Kodierung und zerstören dadurch regelmäßig Teile
von Nachrichten.
Meist wird dabei ein 16-Bit-Zeichen in zwei 8-Bit-Zeichen zerlegt. Aus
„Schöne Grüße“ wird dann „Schöne Grüße“.
Die Nachrichten lassen sich in diesem Fall manuell rekonstruieren, wenn
man im Browser auf Ansicht/Codierung/Unicode klickt und die Seite neu
lädt.
Schwieriger wird es, wenn plötzlich Zahlen angezeigt werden. Dann muss
man alles in eine Textdatei kopieren, die Datei als HTML speichern und
erneut öffnen, um den Text lesen zu können.
Alternativ zu einer Webmail-Oberfläche kann man ein Unicode-fähiges
E-Mail-Programm benutzen (Thunderbird, Outlook etc.).
Leider sind diese Programme standardmäßig auf 8-Bit-Zeichensätze
eingestellt und man muss sie erst manuell auf Unicode umschalten: